Die durstigen Reisenden: FC-Fans im Zug
Nach dem Spiel plünderten FC-Fans den Wasservorrat eines ICE. Ein überraschendes Bild, das für einige ein Lächeln und für andere Kopfschütteln hervorrief.
Ein durstiges Getümmel
Eine Rückreise, die sich umgehend ins kollektive Gedächtnis der Fußballfans einbrennen wird: Nachdem die Spieler des FC nach einem langen, anstrengenden Spiel endlich in den Bus steigen konnten, brach im ICE von Köln nach Berlin das Chaos aus. Die mitgereisten Anhänger, „die durstigen Reisenden“ – so könnte man sie fast bezeichnen – entdeckten den Wasservorrat im Bordrestaurant und schienen nicht gewillt, diesen unberührt zu lassen.
Plündern im Großformat
Die Wasserkästen waren schnell dem Ansturm der Fans ausgesetzt. Es war schon fast bemerkenswert, wie inmitten des Gewimmels so viele Stimmen den unmissverständlichen Wunsch nach Erfrischung artikulierten, während die Zugbegleiter und das Bordpersonal sich mit Verwirrung und einigem Unglauben an der Situation abmühten. Man könnte meinen, diese Szene sei einem Slapstick-Film entsprungen – es war jedenfalls eine kurvenreiche Abfolge von Ausrufen und rufenden Fans, denen anscheinend kein Durst für den Rest des Tages zu groß war.
Die Anwohner des Abteils erlebten hautnah, wie sich das Bild eines zugeschütteten Wasservorrats mit freudigen Gesichtern paarten. Für einige war es das Highlight der Rückreise: Ein kleines Fest inmitten der Schienenlandschaft, während andere weniger amüsiert zu sein schienen. Die unwillkommene Plünderung der Wasservorräte stellte für das Zugpersonal eine interessante Lehrstunde in Krisenmanagement dar. Aber auf welcher Seite liegt das Unglück wirklich: bei den durstigen Fans oder der Regierung der Deutschen Bahn, die mit klaren Vorräten in einer solchen Reisesituation hätte rechnen müssen?
Symbol für die Fußballkultur
Ungeachtet der Umstände könnte man argumentieren, dass diese Episode mehr als ein reines Trinkgelage darstellt. Sie ist ein kleiner Einblick in die leidenschaftliche, manchmal chaotische Welt des Fußballs, in der sowohl Siege als auch Niederlagen mit allem, was dazu gehört, gefeiert werden müssen. Die Rückreise mag für die einen schmerzhaft gewesen sein, für die anderen wird sie sicherlich in bester Erinnerung bleiben – als eine skurrile Anekdote, die man beim nächsten Treffen am Tresen mit einem herzhaften Lachen erzählt.
Möge dieser Vorfall auch eine Mahnung an die Betreiber der Züge sein: Sportfans sind eine eigene Spezies, und man sollte vielleicht einmal mehr die Wasservorräte an Bord aufstocken. Denn in diesem neuen, post-pandemischen Reiseklima könnte der Durst jederzeit überaus entbehrlich werden, und dies gilt nicht nur für die fröhlichen Fußballanhänger.